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Standardsoftware kann auch sehr flexibel sein . 1


Markus Schlehan ist Präsident des Verwaltungsrates der INFOBRAIN AG aus Zürich, die er gemeinsam mit Partnern im Jahre 1988 gegründet hat.

Infobrain hat eine Niederlassung in Bern (CH) und lasi (Rumänien) und ist Weltmarktleader im Bereich der Entwicklung für Data Clearing-Software für TAP3-Standards, der Version 3 des Standard-Dateiformates gemäß dem Transfer Account Procedure der GSM Association zum Austausch von Abrechnungsdaten für internationales Roaming.

Das zweite Standbein bilden Zeitwirtschaft und Betriebsdatenerfassung (BDE). In diesem Bereich sind die Töchter all4time AG (in Zürich und im deutschen Hirschberg), die MBI GmbH (Linz/Österreich) und die ADO GmbH (Puchheim/Deutschland)
 zusammengefasst. In zwanzig Jahren am Markt hat sich daraus mit rund 2.000 Kunden einer der wichtigsten Anbieter im Midrange- Markt entwickelt. Geführt wird diese 120 Mitarbeiter starke Gruppe von Schlehan als CEO. Ihm zur Seite steht Reinhold Alter als Chief Technology Officer (CTO), der bereits 1982 die ersten, seinerzeit noch Twinax-basierten BDE-Terminals an die iSeries angebunden hat. Im Interview mit DV-Dialog erläutert Schlehan die Hintergründe zu dem ehrgeizigen Projekt einer modernen Personal/Zeit-Lösung.

Herr Schlehan, vor einem Jahr haben Sie im Interview über die neue Lösung gesprochen, die  all4time gemeinsam mit Veda
entwickelt.
Wie weit ist dieses Projekt fortgeschritten?
Das Modul Personalzeitwirtschaft  befindet sich im Beta-Test und wird  zur Zeit unter Windows, Linux und iSeries erprobt. Eine Pilotversion war Mitte September in Hirschberg zu sehen. Mit dem Rollout rechnen wir im Frühjahr 2007. Die Entgelt-Abrechnung der Veda befindet sich bereits im produktiven Einsatz.
Warum entwickelt all4time
diese Lösung nicht in Eigenregie?
Das hat primär drei Gründe. Erstens unsere Kunden: durch das Festlegen von gemeinsamen Entwicklungsstandards und Style Guides schaffen wir eine voll integrierte Lösung. Das heißt Lohn/Entgelt, Personalmanagement, Zeitwirtschaft, Zutritt, Workflow u. a. - jede Komponente ist nicht nur einzeln für sich lauffähig, sondern auch mehrere, respektive alle, Module voll  integriert. Zweitens die Kosten: Die Entwicklung all unserer Anwendungen in Java ist ein Projekt mit einem Umfang von 16 Mannjahren. Nicht jedes lI-Unternehmen kann und will ein derart großes Projekt stemmen. Wenn wir zusammen mit einem Partner die "Produktionskosten" verringern können, dann machen wir das. Drittens das Knowhow: sowohl bei der Veda wie bei der all4time arbeiten hervorragende Leute, gemeinsam sind wir einfach noch "etwas" besser.    »»»
Markus Schlehan im Interview