| Als Basistechnologie verwenden Sie Java. Warum? Wir sind damit in der Lage, uns ausschließlich um Funktionen zu kümmern und die Plattformfrage dem Kunden zu überlassen. D.h. auch: Der Kunde entscheidet sich für "seine" beste Anwendung und lässt uns dann wissen, auf welchem Rechner diese arbeiten soll. Wir haben ganz bewusst auf Middleware-Funktionen verzichtet. Als Folge daraus wird ein Plattformwechsel auch nicht zu einem Gebastel. Ein Kunde, der unsere Lösung j-ware beispielsweise auf der iSeries fährt und später auf Linux wechseln möchte, hat 1:1 dieselbe Software mit exakt demselben GUl im Einsatz. Dabei haben wir bis dato folgende Datenbanken erfolgreich angebunden; DB2, Orade, MS-SQL, MySQL. Ich denke, wir entlasten mit dieser Plattformneutralität die Entscheider in den Unternehmen. Ein IT- oder Personalleiter muss nicht mehr in den Sternen lesen, was wohl in Zukunft die "richtige" Plattform für das Unternehmen sein wird. Somit kann er Entscheide auf Basis von Funktionen treffen, die er versteht. Wir stellen im Gegenzug sicher, dass diese Entscheidung auch in Zukunft noch passt, also seine Investitionen gesichert sind. Welche Werkzeuge nutzen Sie für die Entwicklung? Für die Java-Entwicklung verwenden wir das Open Source-Framework Eclipse, die GUl-Komponenten werden mit Swing erstellt. Daneben nutzen wir eine umfangreiche, von der Veda entwickelte Toolbox, die uns die Entwicklungsarbeiten vereinfacht. Die Toolbox wird gemeinsam weiter entwickelt und liefert auch eine Fülle von Funktionen, welche in die Anwendungen eingebunden werden können und dadurch eben auch eine Integration der Anwendungen ermöglichen. Wird die neue Lösung auch für die iSeries vermarktet werden? Selbstverständlich. Die Jungs von der IBM wissen, was sie machen. Wir und viele unserer Kunden fahren gut mit der iSeries. Solange IBM diese erfolgreiche Rechnerserie weiter entwickelt und diese durch unsere Kunden genutzt wird, werden wir Anwendungen zur Verfügung stellen, die alle Ressourcen der | ![]() | |
| iSeries optimal ausnutzen. Konkret werden wir j-ware zusätzlich auch in einer Version "i-powered" anbieten. Auf dem Server nutzen wir dabei dann auch iSeries-spezifische Funktionen, die wir über RPG anzapfen und auf diese Weise eine massiv bessere Antwortzeit erhalten. Diese Lösungen werden im Frontend (GUI) 100 Prozent identisch zu nativen j-ware-Anwendungen sein. Und: Eine i-powered-Lösung kann jederzeit auf eine j-ware native Lösung umgestellt werden. Bisher waren Sie ein überzeugter Verfechter der iSeries-Plattform. Fallen Sie jetzt nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner unter allen Plattformen zurück? Eine gute Frage. Der Host - und dazu gehört die iSeries- wird in größeren Unternehmen eine Renaissance erleben und mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aussterben. Wenn ich "Erfolgsstories" aus der "offenen Welt" verfolge, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Da wird mit Stolz berichtet, dass eine Serverfarm durch das Clustering von 25 Servern gebildet wurde und dadurch ein Unternehmen mit 20.000 Mitarbeitern die Abrechnungen in vier Stunden erledigen kann. Wenn ich dann in der Ecke die eine iSeries sehe, welche dieselbe Arbeit ganz nebenbei in einer Stunde erledigt, dann weiß ich: Die iSeries ist nicht tot. Es ist ein Fakt, dass Java-Anwendungen ressourcenintensiv sind und verglichen mit nativen Lösungen in aller Regel auch einiges langsamer arbeiten, auch auf der iSeries. | Java-Lösungen auf der iSeries stehen ja im Ruf schlechter Performance, während all4time damit bisher keine Probleme hat. Welche Vorkehrungen treffen Sie, damit dass so bleibt? Das ist leider so. Ich denke, wir müssen hier differenzieren. Wenn ein iSeries-Kunde mit 250 Mitarbeitern seine Abrechnungen bisher z. B. in 10 Minuten erledigt hat und dieser Vorgang mit j-ware 40 Minuten dauert, entsteht nicht zwingend ein Problem beim Kunden. Anders sieht das bei Kunden mit mehreren Tausend Mitarbeitern aus. Nicht jeder Kunde hat die notwendigen Mitarbeiter, die Zeit und das Geld um technische Grundlagen (Server-Cluster) zu schaffen, um die anstehenden Workload einigermaßen zu bewältigen. Und selbst diese Infrastruktur ist noch meilenweit entfernt vom Durchsatz der i-powered Anwendungen. Wie sind die heutigen all4time- Anwender von den Plänen betroffen? Oder richtet sich die Neuentwicklung mehr an Neukunden? Erstmal sind unsere Kunden überhaupt nicht betroffen. Sie werden - hoffentlich - mit Genugtuung feststellen, dass wir ihre Wartungsgebühren sinnvoll einsetzen. Denn wir geben ihnen mit der neuen Lösung Sicherheit. Kein Stress, keine endlos langen Diskussionen über mögliche Auswirkungen eines Plattformwechsels. Unsere Kunden welche die iSeries verlassen, wechseln zu j-ware und das war's. Wir sparen Kosten und Verwaltungsaufwand, indem wir nur noch eine Lösung für verschiedene Plattformen anbieten. Ich gehe nicht da- »»» | |