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Standardsoftware kann auch sehr flexibel sein . 4


von aus, dass wir im Unix-Bereich besonders viele Neukunden gewinnen werden, denn dort gibt es Anbieter, die genauso stark sind wie wir auf der iSeries. Da hat niemand auf uns gewartet. Anders sieht es im Windows-Bereich aus. Zwar tummeln sich dort sehr viele Unternehmen, doch wenn ein Interessent Wert auf Professionalität und Qualität legt, dann haben wir gute Karten. Sehr gute Chancen rechnen wir uns hingegen im Linux-Umfeld aus.
Wird es Tools für die Migration bei Kunden geben - und wie hoch ist der Migrationsaufwand?
Migrationsprogramme nutzen wir lediglich für die Datenbanken und stellen dadurch sicher, dass verschiedene Datenbanken unterstützt werden und noch wichtiger, dass der Kunde alle Daten wieder zur Verfügung hat und keine zusätzliche Datenersterfassung betreiben muss.
Die Anwendung selbst wird neu installiert. Der Aufwand für die Umstellung einer heutigen iSeries- Lösung auf j-ware für die iSeries beträgt ein bis zwei Tage. Bei einem Plattform wechsel ist zu unterscheiden, ob die neue Plattform bereits betriebsbereit ist oder nicht. Wenn wir davon ausgehen, dass die neue Plattform schon im Betrieb ist, rechnen wir mit zwei bis drei Tagen an Aufwand.
Wir verwenden in den neuen j-ware-Anwendungen dieselben Begriffe und dieselbe Logik wie bisher. Als Folge davon reduziert sich der Schulungsaufwand für unsere Kunden. Auswertungen, die im "alten" System als zeichenorientierte Listen zur Verfügung stehen, werden in
j-ware als formatierte PDF oder als druckbare HTML angeboten. Die Listen sind zwar anders (schöner) formatiert und sehen auch repräsentativ aus, der Inhalt ist aber mehr oder weniger der gleiche. Somit wird sich ein heutiger Anwender sofort zurecht finden.
Wie bindet sich die neue Gesamtlösung in vorhandene iSeries-Applikationen beim Kunden ein?
Kunden, die Erweiterung am j-ware -Standard vornehmen wollen, müssen das in Java tun. RPG ist dafür nicht mehr geeignet. Das User-Interface im RPGi st ein 5250-Menü oder etwas Äquivalentes was darauf basiert, das Userinterface in j-ware ist der Desktop. Unsere Anwendungen werden sich nicht in ein Menü des zeichenorientierten grünen Bildschirmes einbinden lassen. Allerdings bestünde die Möglichkeit, RPG-Anwendungen über ein 5250 Java Applet mit unserer j-ware zu verlinken. Der Austausch von Daten zwischen j-ware und RPG-Anwendungen ist natürlich - wie heute - ohne Probleme möglich. Wir sind sicher, denjenigen unserer Kunden, die weiter RPG nutzen wollen, mit den i-powered-Anwendungen die passenden Lösungen für ihre Probleme zu bieten.
Es gibt ja eine Fülle genialer Anwendungen auf der iSeries. Wer die auch in der offenen Welt bereits stellen kann, wird der Gewinner von Morgen sein. Wir wollen daher auf jeden Fall auch weiterhin die besten Lösungen für Zeitwirtschaft und BDEauf der iSeries liefern.


Herr Schlehan, vielen Dank für das Interview!
Markus Schlehan im Interview